Überdurchschnittlicher Niederschlag im Juni im Vergleich zum langjährigen Mittel.
Niederschlagsreichste 12 Monate seit Messbeginn.
Aufgrund des sehr nassen vergangenen Monats und des resultierenden aktuellen Niederschlagsüberschusses für die letzten 12 Monate, wurde zumindest rein numerisch das entstandene Defizit der letzten 5 Jahre (vom Juni 2018 bis Juni 2023) von -44,0 % ausgeglichen.
Datenquellen: DWD, LANUV
Stand: 02.07.24
grün: Niederschlag überdurchschnittlich, rosa: unterdurchschnittlich, weiß: durchschnittlich, ocker: langjähriger Durchschnitt
Juli | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. 23 | Dez. 23 | Jan. 24 | Feb. | Mrz. | Apr. | Mai | Jun 24 | ||
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monatl. Niederschlag | mm | 115,6 | 132,5 | 68,1 | 119,1 | 139,8 | 160,7 | 85,3 | 103,8 | 66,2 | 91,0 | 122,9 | 87,5 |
summiert | mm | 115,6 | 248,1 | 316,2 | 435,3 | 637,0 | 735,8 | 821,1 | 924,9 | 991,1 | 1082,1 | 1205,0 | 1292,5 |
Mittel 1881-heute | mm | 86,6 | 81,2 | 67,2 | 69,7 | 72,0 | 80,4 | 74,7 | 61,1 | 60,8 | 55,4 | 64,0 | 74,6 |
summiert | mm | 86,6 | 167,8 | 235,0 | 304,7 | 451,3 | 457,1 | 531,8 | 592,9 | 653,7 | 709,1 | 773,1 | 847,8 |
Überschuss / Defizit pro Monat | mm % | +29,0 +33,5 | +51,3 +63,3 | +0,9 +1,3 | +49,4 +71,0 | +67,8 +94,1 | +80,3 +99,9 | +10,6 +14,1 | +42,7 +69,9 | +5,4 +8,8 | 35,6 64,2 | +58,9 +92,1 | +12,9 +17,2 |
Überschuss / Defizit seit Anfang Juli 2023 | mm % | +29,0 +33,5 | +80,3 +47,9 | +81,2 +34,5 | +118,0 +31,1 | +198,4 +52,7 | +278,7 +61,0 | +289,3 +54,4 | +332,0 +56,0 | +337,4 +51,6 | +373,0 +52,6 | +431,9 +55,9 | +444,7 +52,5 |
Die Böden in NRW weisen im Juni im Wesentlichen keine Dürreerscheinungen auf.
Dürrezustand: Bodenfeuchte von weiß= keine bis leichte Trockenheit, gelb= ungewöhnlich trocken bis dunkelrot = außergewöhnliche Dürre" und "Pflanzenverfügbares Wasser: nutzbare Feldkapazität (nFK) von rot = Welkepunkt über gelb = Trockenstress bis dunkelblau = vollständige Sättigung bis Übersättigung
Hinweis: Der UFZ-Dürremonitor vergleicht die aktuelle Bodenfeuchte (Mittelwert der letzten 30 Tage) mit den Werten im Vergleichszeitraum 1951-2015 und ordnet diese relativ ein.
Aktuelle Bodenfeuchte < 30 % aller Jahre = ungewöhnliche Trockenheit, < 20 % aller Jahre = moderate Dürre, < 10 % aller Jahre = schwere Dürre, < 5 % aller Jahre = extreme Dürre, < 2 % aller Jahre = außergewöhnliche Dürre
Der UFZ-Dürremonitor trifft keine Aussage über das absolut im Boden verfügbare Wasser. Eine Aussage über die resultierende Grundwasserneubildung kann daraus nicht abgeleitet werden.
Im Juni 2024 befinden sich die Grundwasserstände weiterhin auf einem hohen Niveau.
Aufgrund der deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen im abgelaufenen hydrologischen Winterhalbjahr und zu Beginn des Sommerhalbjahres liegen die Grundwasserstände (=GW-Stände) unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem hohen Niveau.
Die aktuellen GW-Stände im Juni lassen sich, im Vergleich zu den langjährigen Beobachtungen für diesen Monat, wie folgt einordnen:
Anhand der Entwicklung der GW-Stände sind die Auswirkungen der deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen seit Oktober 2023 erkennbar. Der Anteil niedriger bis sehr niedriger GW-Stände ist seitdem deutlich gesunken und verharrt seit Beginn des Jahres auf einem niedrigen Niveau. Demgegenüber steht ein deutlicher Anstieg der GWM hohen bis sehr hohen GW-Ständen mit Peak Ende Januar 2024. Zwischen Februar und April 2024 ist eine Verschiebung von hohen bis sehr hohen GW-Ständen hin zu mittleren GW-Ständen erkennbar. Seit Mai ist der Anteil hoher bis sehr hoher GW-Stände, bei gleichzeitigem Rückgang des Anteils mittlerer GW-Stände, wieder gestiegen.
Hinweis: Im Zuge der Auswertung der Grundwasserstände wurden für jede Grundwassermessstelle die aktuellen Messwerte des Auswertemonats mit allen für die Messtelle zur Verfügung stehenden Messungen im Auswertemonat verglichen und klassifiziert. Bei den o.g. Auswertungen handelt es sich um eine rein statistische relative Bewertung. Sehr niedrige oder Minimalgrundwasserstände sind nicht gleichzusetzen mit einem Mangel der Ressource Grundwasser.
Im Juni aufgrund von Starkregenereignissen lokale, kurzzeitige Wasserstandanstiege im Bereich unterhalb des Informationswertes 1 ohne Überschreitungen. Gewässer aktuell im Wesentlichen im Bereich des Mittelwassers.
Die Talsperrenfüllstände befinden sich unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem hohem Niveau.
Infolge der deutlich überdurchschnittlich nassen Monate seit Beginn der Wasserwirtschaftsjahres 2024 liegen die Talsperrenfüllstände unter Berücksichtigung der Jahreszeit Ende Mai mit rd. 92% (Stand: 30.06.2024) weiterhin auf einem hohen Niveau.
Differenziert nach Einzugsgebieten stellt sich die Situation der Talperrenfüllstände wie folgt dar (Stand: 30.06.24):
Die Talsperren befinden sich im Wesentlichen im Normalbetrieb gemäß des jahreszeitlichen Betriebsplans*.
*Im Rahmen der jahreszeitlich abgestimmten Betriebspläne wurden die Hochwasserschutzräume in den Talsperren reduziert, mit dem Ziel, die Wasserversorgung für den Sommer sicherzustellen. Im Zuge des vorbeugenden Hochwasserschutzes kann es jedoch im Bedarfsfall jederzeit zu einer Änderung der Talsperrensteuerung, z. B. in Form einer Erhöhung der Abgaben zur Vorentlastung und Vergrößerung der Hochwasserschutzräume kommen.
UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Bei den verwendeten Daten handelt es sich teilweise um automatisch validierte Messdaten. Sie entsprechen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hydrologische und meteorologische Daten können sich aufgrund von neuen Erkenntnissen, erweiterten Prüfungen oder veränderten Berechnungsverfahren ändern.
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