01. März 2024
Deutlich überdurchschnittlicher Niederschlag im Februar im Vergleich zum langjährigen Mittel.
Durch den aktuellen Niederschlagsüberschuss wurde zumindest rein numerisch das entstandene Defizit seit 2019 bereits ausgeglichen. Für den Ausgleich des im Jahr 2018 entstandenen Defizits wären weitere sehr nasse Monate erforderlich.
Übersicht über die Niederschläge der letzten 12 Monate (Datenquellen: DWD, LANUV; Stand: 01.03.24)
grün: Niederschlag überdurchschnittlich, rosa: unterdurchschnittlich,
weiß: durchschnittlich, ocker: langjähriger Durchschnitt
März 23 | April 23 | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. 23 | Dez. 23 | Jan. 24 | Feb. | ||
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monatl. Niederschlag | mm | 117,5 | 63,3 | 65,2 | 61,9 | 115,6 | 132,5 | 68,1 | 119,1 | 139,8 | 160,7 | 85,3 | 103,8 |
summiert | mm | 117,5 | 180,8 | 246,0 | 307,9 | 423,5 | 556,0 | 624,1 | 743,2 | 883,0 | 1043,7 | 1129,0 | 1232,8 |
Mittel 1881-heute | mm | 60,8 | 55,2 | 63,6 | 74,6 | 86,6 | 81,2 | 67,2 | 69,7 | 72,0 | 80,4 | 74,7 | 61,1 |
summiert | mm | 60,8 | 116,0 | 179,5 | 245,1 | 340,7 | 421,9 | 489,1 | 558,8 | 630,8 | 711,2 | 785,9 | 847,0 |
Überschuss / Defizit pro Monat | mm % | +56,7 +93,2 | +8,1 +14,7 | +1,6 +2,6 | -12,7 -17,0 | +29,0 +33,5 | +51,3 +63,3 | +0,9 +1,3 | +49,4 +71,0 | +67,8 +94,1 | +80,3 +99,9 | +10,6 +14,1 | +42,7 +69,9 |
Überschuss / Defizit seit Anfang März 2023 | mm % | +56,7 +93,2 | +64,8 +55,9 | +66,5 +37,0 | +53,8 +21,2 | +82,8 +24,3 | +134,1 +31,8 | +135,0 +27,6 | +184,4 +33,0 | +252,2 +40,0 | +332,5 +46,8 | +343,1 +43,7 | +385,8 +45,6 |
Die Böden in NRW sind weiterhin vollständig gesättigt bzw. übersättigt.
Dürrezustand: Bodenfeuchte von weiß= keine bis leichte Trockenheit, gelb= ungewöhnlich trocken bis dunkelrot = außergewöhnliche Dürre" und "Pflanzenverfügbares Wasser: nutzbare Feldkapazität (nFK) von rot = Welkepunkt über gelb = Trockenstress bis dunkelblau = vollständige Sättigung bis Übersättigung
Hinweis: Der UFZ-Dürremonitor vergleicht die aktuelle Bodenfeuchte mit den Werten im Vergleichszeitraum 1951-2015 und ordnet diese relativ ein.
Aktuelle Bodenfeuchte < 30 % aller Jahre = ungewöhnliche Trockenheit, < 20 % aller Jahre = moderate Dürre, < 10 % aller Jahre = schwere Dürre, < 5 % aller Jahre = extreme Dürre, < 2 % aller Jahre = außergewöhnliche Dürre
Der UFZ-Dürremonitor trifft keine Aussage über das absolut im Boden verfügbare Wasser. Eine Aussage über die resultierende Grundwasserneubildung kann daraus nicht abgeleitet werden.
Im Februar 2024 befinden sich die Grundwasserstände weiterhin auf einem hohen Niveau.
Infolge der weiterhin andauernden, deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagsummen der vergangenen Monate befinden sich die Grundwasserstände auch im Februar weiterhin auf einem hohen Niveau.
Die aktuellen GW-Stände im Januar lassen sich, im Vergleich zu den langjährigen Beobachtungen für diesen Monat, wie folgt einordnen:
Die Entwicklung der GW-Stände zeigt, dass im Zuge der nahezu kontinuierlichen überdurchschnittlichen Niederschläge seit Beginn des Wasserwirtschaftsjahres 2023 zeitverzögert auch der Anteil niedriger bis absoluter Minimal-GW-Stände im Wesentlichen gefallen ist. Bis Oktober 2023 ist dieser Verlauf mit den vergangenen Jahren vergleichbar. Von November 2023 bis Januar 2024 ist der Anteil der niedriger GW-Stände jedoch weiterhin gefallen und insbesondere der Anteil hoher bis absoluter Maximal-GW-Stände deutlich angestiegen. Infolge der weiterhin anhaltenden überdurchschnittlichen Niederschläge verharren die GW-Stände im Februar im Wesentlichen weiterhin auf diesem hohen Niveau.
Hinweis: Im Zuge der Auswertung der Grundwasserstände wurden für jede Grundwassermessstelle die aktuellen Messwerte des Auswertemonats mit allen für die Messtelle zur Verfügung stehenden Messungen im Auswertemonat verglichen und klassifiziert. Bei den o.g. Auswertungen handelt es sich um eine rein statistische relative Bewertung. Sehr niedrige oder Minimalgrundwasserstände sind nicht gleichzusetzen mit einem Mangel der Ressource Grundwasser.
Beruhigung der Hochwasserlage im Verlauf des Februars. Gewässer aktuell im Mittelwasserbereich.
Die Talsperrenfüllstände befinden sich unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem hohem Niveau.
Infolge der deutlich überdurchschnittlich nassen Monate seit Beginn der Wasserwirtschaftsjahres 2024 liegen die Talsperrenfüllstände unter Berücksichtigung der Jahreszeit Ende Februar mit rd. 87% (Stand: 29.02.2024) weiterhin auf einem hohen Niveau.
Differenziert nach Einzugsgebieten stellt sich die Situation der Talperrenfüllstände wie folgt dar (Stand: 29.02.24):
Im Februar fanden noch an vereinzelten Talsperren Entlastungen in Form erhöhter Abgaben statt, ansonsten befinden sich die Talsperren im Wesentlichen wieder im Normalbetrieb gemäß des jahreszeitlichen Betriebsplans*.
*Im Rahmen der jahreszeitlich abgestimmten Betriebspläne reduzieren die Talsperrenbetreiber derzeitig die Hochwasserschutzräume in den Talsperren mit dem Ziel, die Wasserversorgung für den Sommer sicherzustellen. Im Rahmen des vorbeugenden Hochwasserschutzes kann es jedoch jederzeit zu Änderungen der Talsperrensteuerung kommen.
UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Bei den verwendeten Daten handelt es sich teilweise um automatisch validierte Messdaten. Sie entsprechen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hydrologische und meteorologische Daten können sich aufgrund von neuen Erkenntnissen, erweiterten Prüfungen oder veränderten Berechnungsverfahren ändern.
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