06. November 2024
Überdurchschnittlicher Niederschlag im Oktober
grün: Niederschlag überdurchschnittlich, rosa: unterdurchschnittlich,
weiß: durchschnittlich, ocker: langjähriger Durchschnitt
Nov. 23 | Dez. 23 | Jan. 24 | Feb. 24 | Mrz. 24 | Apr. 24 | Mai 24 | Jun. 24 | Juli 24 | Aug. 24 | Sep. 24 | Okt. 24 | ||
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monatl. Niederschlag | mm | 139,8 | 160,7 | 85,3 | 103,8 | 66,2 | 86,1 | 122,9 | 87,5 | 86,2 | 79,1 | 84,1 | 74,2 |
summiert | mm | 139,8 | 300,5 | 385,8 | 489,6 | 555,8 | 641,9 | 764,8 | 852,3 | 938,5 | 1017,6 | 1101,7 | 1175,9 |
Mittel 1881-heute | mm | 72,0 | 80,4 | 74,7 | 61,1 | 60,8 | 55,4 | 64,0 | 74,6 | 86,6 | 81,1 | 67,4 | 69,7 |
summiert | mm | 72,0 | 152,4 | 227,1 | 288,2 | 349,1 | 404,4 | 468,4 | 543,1 | 629,7 | 710,8 | 778,2 | 847,9 |
Überschuss / Defizit pro Monat | mm % | +67,8 +94,1 | +80,3 +99,9 | +10,6 +14,1 | +42,7 +69,9 | +5,4 +8,8 | +30,7 +55,5 | +58,9 +92,1 | +12,9 +17,2 | -0,4 -0,5 | -2,0 -2,5 | +16,7 +24,9 | +4,5 +6,5 |
Überschuss / Defizit seit Anfang November 2023 | mm % | +67,8 +94,1 | +148,1 +97,2 | +158,7 +69,8 | +201,4 +69,9 | +206,7 +59,2 | +237,5 +58,7 | +296,4 +63,3 | +309,2 +56,9 | +308,8 +49,0 | +306,8 +43,2 | +323,5 +41,6 | +328,0 +38,7 |
Keine Dürreerscheinungen in den Böden in NRW.
Dürrezustand: Bodenfeuchte von weiß= keine bis leichte Trockenheit, gelb= ungewöhnlich trocken bis dunkelrot = außergewöhnliche Dürre" und "Pflanzenverfügbares Wasser: nutzbare Feldkapazität (nFK) von rot = Welkepunkt über gelb = Trockenstress bis dunkelblau = vollständige Sättigung bis Übersättigung
Hinweis: Der UFZ-Dürremonitor vergleicht die aktuelle Bodenfeuchte (Mittelwert der letzten 30 Tage) mit den Werten im Vergleichszeitraum 1951-2015 und ordnet diese relativ ein.
Aktuelle Bodenfeuchte < 30 % aller Jahre = ungewöhnliche Trockenheit, < 20 % aller Jahre = moderate Dürre, < 10 % aller Jahre = schwere Dürre, < 5 % aller Jahre = extreme Dürre, < 2 % aller Jahre = außergewöhnliche Dürre
Der UFZ-Dürremonitor trifft keine Aussage über das absolut im Boden verfügbare Wasser. Eine Aussage über die resultierende Grundwasserneubildung kann daraus nicht abgeleitet werden.
Im Oktober 2024 befinden sich die Grundwasserstände weiterhin auf einem hohen Niveau.
Aufgrund rückgängiger Vegetation und fallender Temperaturen sind im Oktober im Vergleich zum Vormonat überwiegend steigende Grundwasserstände (=GW-Stände) zu beobachten. Wegen der deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen im vergangenen hydrologischen Winterhalbjahr (Nov. bis Apr.) und zu Beginn des Sommerhalbjahres (Mai bis Okt.) liegen die GW-Stände unter Berücksichtigung der Jahreszeit zudem weiterhin auf einem hohen Niveau.
Die aktuellen GW-Stände im Oktober lassen sich, im Vergleich zu den langjährigen Beobachtungen für diesen Monat, wie folgt einordnen:
Anhand der Entwicklung der GW-Stände sind weiterhin die Auswirkungen des nassesten hydrologischen Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen erkennbar. Insbesondere infolge des niederschlagsreichsten hydrologischen Winterhalbjahres (Nov. 2023 bis April 2024) seit Beginn der Aufzeichnungen ist der Anteil niedriger bis sehr niedriger GW-Stände zum Ende des Jahres 2023 deutlich gesunken und verharrt seit Beginn des Jahres auf einem niedrigen Niveau. Demgegenüber steht ein Anstieg der GWM mit hohen bis sehr hohen GW-Ständen mit einem Spitzenwert Ende Januar 2024. Seit Februar 2024 ist eine tendenzielle Verschiebung von hohen bis sehr hohen GW-Ständen hin zu mittleren GW-Ständen erkennbar. Der Anteil niedriger bis sehr niedriger GW-Stände verharrt dabei unterhalb von 10 %.
Im kommenden Monat sind die Voraussetzungen für die Grundwasserneubildung zu Beginn des neuen hydrologischen Jahres 2025 aufgrund rückgängiger Vegetation, fallender Temperaturen und größtenteils hoher Bodensättigung grundsätzlich günstig. Die regionale Grundwasserstandsentwicklung hängt jedoch maßgeblich von den Witterungsverhältnissen und den hydrogeologischen Gegebenheiten ab. Weiterführende Informationen zur prognostizierten überregionalen Entwicklung der Grundwasserstände liefert die Fachanwendung GRUVO der Bundeanstalt für Geowisschenschaften und Rohstoffe (https://gruvo.bgr.de/website/index.php).
Hinweis: Im Zuge der Auswertung der Grundwasserstände wurden für jede Grundwassermessstelle die aktuellen Messwerte des Auswertemonats mit allen für die Messtelle zur Verfügung stehenden Messungen im Auswertemonat verglichen und klassifiziert. Bei den o.g. Auswertungen handelt es sich um eine rein statistische relative Bewertung. Sehr niedrige oder Minimalgrundwasserstände sind nicht gleichzusetzen mit einem Mangel der Ressource Grundwasser.
Im Oktober kurzzeitige, vereinzelte Informationswertüberschreitungen. Wasserstände aktuell im mittleren Niedrig- bis Mittelwasser-Bereich.
Die Talsperrenfüllstände befinden sich unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem hohem Niveau.
An den Talsperren in NRW sind von Mai 2024 erwartungsgemäß jahreszeitlich- und betriebsbedingt fallende Wasserstände zu beobachten. Infolge der deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagsraten zu Beginn des hydrologischen Sommerhalbjahres 2024 sind die Füllstände im weiteren Verlauf relativ langsam gesunken. Daher befinden sich die Stauinhalte der Talsperren in NRW Ende Oktober mit rd. 73 % (Stand: 30.10.2024) unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem hohen Niveau.
Differenziert nach Einzugsgebieten stellt sich die Situation der Talperrenfüllstände wie folgt dar (Stand: 30.10.24):
Die Talsperren befinden sich im Wesentlichen im Normalbetrieb gemäß des jahreszeitlichen Betriebsplans.
(Im Herbst werden zum Schutz vor Winter-Hochwasserereignissen in den Talsperren Hochwasserrückhalteräume geschaffen. Dies kann zu einem betriebsbedingten Absinken der Stauhöhen in den Talsperren in Verbindung mit erhöhten Abgaben in die Gewässer führen. Mit Hilfe der Hochwasserrückhalteräume können durch das erhöhte Speicherpotenzial Hochwasserspitzen in den abstromigen Gewässern abgemindert werden.)
UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Bei den verwendeten Daten handelt es sich teilweise um automatisch validierte Messdaten. Sie entsprechen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hydrologische und meteorologische Daten können sich aufgrund von neuen Erkenntnissen, erweiterten Prüfungen oder veränderten Berechnungsverfahren ändern.
Hochwasserinformationen und Lageberichte bei Hochwassergefahr
ELWAS-Web (Elektronisches wasserwirtschaftliches Verbundsystem der Wasserwirtschaftsverwaltung NRW) mit umfassenden geprüften Fachdaten zu den Fachthemen Abwasser, Grundwasser, Oberflächengewässer, Trinkwasser und zur Wasserrahmenrichtlinie
Klimaatlas NRW mit Daten des UFZ-Dürremonitors sowie weiteren, umfangreichen Informationen zum Klima und seiner Entwicklung in Nordrhein-Westfalen
Fachanwendung GRUVO der BGR Bundesweite Grundwasserstände und Vorhersagen
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