17. März 2025
Deutlich unterdurchschnittlicher Niederschlag im Februar.
Im Februar ungewöhnliche Trockenheit bis hin zu schwerer Dürre im Oberboden und vereinzelte Dürreerscheinungen im Gesamtboden in NRW.
Dürrezustand: Bodenfeuchte von weiß= keine bis leichte Trockenheit, gelb= ungewöhnlich trocken bis dunkelrot = außergewöhnliche Dürre" und "Pflanzenverfügbares Wasser: nutzbare Feldkapazität (nFK) von rot = Welkepunkt über gelb = Trockenstress bis dunkelblau = vollständige Sättigung bis Übersättigung
Hinweis: Der UFZ-Dürremonitor vergleicht die aktuelle Bodenfeuchte (Mittelwert der letzten 30 Tage) mit den Werten im Vergleichszeitraum 1951-2015 und ordnet diese relativ ein.
Aktuelle Bodenfeuchte < 30 % aller Jahre = ungewöhnliche Trockenheit, < 20 % aller Jahre = moderate Dürre, < 10 % aller Jahre = schwere Dürre, < 5 % aller Jahre = extreme Dürre, < 2 % aller Jahre = außergewöhnliche Dürre
Der UFZ-Dürremonitor trifft keine Aussage über das absolut im Boden verfügbare Wasser. Eine Aussage über die resultierende Grundwasserneubildung kann daraus nicht abgeleitet werden.
Im Februar 2024 befinden sich die Grundwasserstände weiterhin auf einem hohen Niveau.
In Abhängigkeit der hydrogeologischen Verhältnisse, insbesondere der Tiefe und Durchlässigkeit des Grundwasserleiters, reagieren die Grundwasserstände (GW-Stände) in den Grundwassermessstellen (GWM) unterschiedlich stark auf äußere Umwelteinflüsse. So sind die GW-Stände im Februar im Vergleich zum Vormonat in jeweils rund der Hälfte der GWM gesunken bzw. gestiegen. Unter Berücksichtigung der Jahreszeit befinden sich die GW-Stände weiterhin auf einem hohen Niveau.
Im Vergleich zu den langjährigen Beobachtungen für diesen Monat lassen sich die aktuellen GW-Stände im Februar wie folgt einordnen:
Anhand der Entwicklung der GW-Stände sind weiterhin die Auswirkungen des niederschlagreichen hydrologischen Jahres 2024 (vom 01.11.23 bis 31.10.24) Jahres erkennbar. Insbesondere infolge des niederschlagsreichsten hydrologischen Winterhalbjahres (01.11.23 bis 30.04.24) seit Beginn der Aufzeichnungen ist der Anteil niedriger bis sehr niedriger GW-Stände zum Ende des Jahres 2023 deutlich gesunken und verharrt seit Beginn des Jahres 2024 auf einem niedrigen Niveau. Demgegenüber steht ein Anstieg der GWM mit hohen bis sehr hohen GW-Ständen mit einem Höchstwert Ende Februar 2024. Seit Februar 2024 ist eine tendenzielle Verschiebung von hohen bis sehr hohen GW-Ständen hin zu mittleren GW-Ständen erkennbar. Der Anteil niedriger bis sehr niedriger GW-Stände liegt dabei konstant unterhalb von 10 %.
Im kommenden Monat sind die Voraussetzungen für Grundwasserneubildung aufgrund relativ niedriger Temperaturen und recht hoher Bodensättigung nach wie vor grundsätzlich günstig. Die regionale Grundwasserstandsentwicklung hängt jedoch maßgeblich von den Witterungsverhältnissen und den hydrogeologischen Gegebenheiten ab. Weiterführende Informationen zur prognostizierten überregionalen Entwicklung der Grundwasserstände liefert die Fachanwendung GRUVO der Bundeanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (https://gruvo.bgr.de/website/index.php).
Hinweis: Im Zuge der Auswertung der Grundwasserstände wurden für jede Grundwassermessstelle die aktuellen Messwerte des Auswertemonats mit allen für die Messtelle zur Verfügung stehenden Messungen im Auswertemonat verglichen und klassifiziert. Bei den o.g. Auswertungen handelt es sich um eine rein statistische relative Bewertung. Sehr niedrige oder Minimalgrundwasserstände sind nicht gleichzusetzen mit einem Mangel der Ressource Grundwasser.
Im Februar keine Hochwasserlage. Wasserstände Ende Februar hauptsächlich unterhalb des Mittelwassers.
Die Talsperrenfüllstände sind unter Berücksichtigung von Jahreszeit und Hochwasserschutzvorsorge auf einem unterdurchschnittlichen Niveau.
Im Zuge der sehr niedrigen Niederschlagsmengen im Februar sind die Füllstände an den Talsperren in NRW im Vergleich zum Vormonat im Wesentlichen unverändert. Unter Berücksichtigung der Jahreszeit und der Hochwasserschutzvorsorge befinden sich Füllstände Ende Februar auf einem unterdurchschnittlichen Niveau.
Differenziert nach Einzugsgebieten stellt sich die Situation der Talsperrenfüllstände wie folgt dar (Stand: 03.03.25):
Die Talsperren befinden sich im Wesentlichen im Normalbetrieb gemäß des jahreszeitlichen Betriebsplans.
(Ab Februar bis März werden die Hochwasserrückhalteräume, welche wegen der im Winter erhöhten Hochwassergefahr vorgehalten werden müssen, an vielen Talsperren in NRW schrittweise wieder reduziert. Dies geschieht um ab Beginn der Schichtung in den Talsperren im Frühjahr, Wasser ausreichender Menge und Qualität für den benötigten Bedarf (Trinkwasser, Niedrigwasseraufhöhung etc.) im Frühjahr und Sommer bereitstellen zu können.)
UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Bei den verwendeten Daten handelt es sich teilweise um automatisch validierte Messdaten. Sie entsprechen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hydrologische und meteorologische Daten können sich aufgrund von neuen Erkenntnissen, erweiterten Prüfungen oder veränderten Berechnungsverfahren ändern.
Hochwasserinformationen und Lageberichte bei Hochwassergefahr
ELWAS-Web (Elektronisches wasserwirtschaftliches Verbundsystem der Wasserwirtschaftsverwaltung NRW) mit umfassenden geprüften Fachdaten zu den Fachthemen Abwasser, Grundwasser, Oberflächengewässer, Trinkwasser und zur Wasserrahmenrichtlinie
Klimaatlas NRW mit Daten des UFZ-Dürremonitors sowie weiteren, umfangreichen Informationen zum Klima und seiner Entwicklung in Nordrhein-Westfalen
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