Ein Tier zu halten bedeutet viel Verantwortung und auch Verpflichtung, doch jeder der ein Heimtier hält weiß, dafür bekommt man auch sehr viel Freude zurück. Es ist zudem nachgewiesen, dass sich das Leben mit einem Haustier positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit auswirkt. Es macht uns glücklich, unser Leben mit Tieren zu teilen, wir gewinnen dadurch an Lebensqualität. In beinahe der Hälfte aller deutschen Haushalte werden Heimtiere gehalten. Das am häufigsten gehaltene Tier ist dabei die Katze.
Das Europäische Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren legt fest, dass zu Heimtieren alle Tiere gezählt werden können, die vom Menschen in seinem Haushalt zu seiner eigenen Freude und als Gefährten gehalten werden. Unter den Begriff Heimtier fallen gemeinhin alle zur Haltung in der Wohnung geeigneten Tiere, wie Säugetiere (z. B. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse), aber auch Ziervögel, Reptilien, Amphibien oder Fische. Auch wirbellose Tiere, wie z. B. Spinnen oder Skorpione werden als Heimtiere gehalten.
Der Unterschied zwischen einem Haustier und einem Heimtier besteht darin, dass Haustiere ursprünglich zu bestimmten Zwecken gehalten wurden und aus einer Wildform domestiziert (d. h. zum Haustier gemacht) wurden. Hierbei ist anzumerken, dass einige Haustiere heute überwiegend als Heimtier gehalten werden, weil die ursprüngliche Aufgabe nicht mehr von Bedeutung ist (z. B. Katzen oder einige der Hunderassen). Heimtiere hingegen sind häufig auch nicht domestizierte Tiere, wie z. B. Reptilien.
Auch für die Heimtierhaltung gilt § 2 des Tierschutzgesetzes: wer ein Tier hält, muss demnach dafür sorgen, dass es so ernährt, gepflegt und untergebracht wird, wie es den Bedürfnissen seiner Art entspricht. Hierfür sind auch die „erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten“ vorgeschrieben. Gerade für die anspruchsvollere Haltung von nicht domestizierten Tierarten ist ein ausgeprägtes Fachwissen erforderlich. Insbesondere für Aquaristik und Terraristik werden spezielle Sachkundeschulungen für Tierhalter angeboten, z.B. bei der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) e. V. oder beim Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA).
Weitergehende Informationen finden Sie u. a. hier:
https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/haltung-saeugetiere.html
https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/haltung-kleinvoegel.html
https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/haltung-reptilien.html
https://www.tierschutz-tvt.de/alle-merkblaetter-und-stellungnahmen/#c270
Tierschutz bei Heimtieren beinhaltet auch, dafür zu sorgen, dass sich diese Tiere nicht unkontrolliert vermehren können. Bei Heimtieren bedeutet das in erster Linie, dass man diese unfruchtbar machen lässt (i.d.R. Kastration, chirurgisch oder immunologisch) oder sorgfältig nach Geschlechtern getrennt hält. Ansonsten gerät die Situation schnell außer Kontrolle. Tiere, die sich auch im freien Aufhalten oder entlaufen könnten, sollten durch einen Mikrochip gekennzeichnet und registriert werden. Nur so können sie ihren Besitzerinnen und Besitzern sicher zugeordnet werden, wenn sie gefunden werden.
Heimtiere sollten grundsätzlich nur aus verantwortungsvollen Quellen übernommen werden. Man sollte unbedingt auf die Herkunft seines neuen Mitbewohners achten und Internetangebote besonders kritisch hinterfragen. Aufgrund der hohen Nachfrage werden immer mehr Tiere „produziert“ und über dubiose Kanäle gehandelt. Hellhörig sollte man auf jeden Fall werden, wenn ein „Züchter“ Tiere verschiedener Arten bzw. Rassen anbietet und sich nicht bereit zeigt, die Tiere vor dem Kauf bei sich zu Hause vorzuzeigen. Auch sollte man sich nach Möglichkeit immer die Elterntiere zeigen lassen und den Umgang des Verkäufers mit den Tieren und der Tiere miteinander beobachten. Man sollte sich nicht abschrecken lassen, wenn vom Züchter oder Tierschutzverein umfangreiche Informationen zur zukünftigen Haltung erfragt werden. Denn das zeichnet eine gute Tiervermittlung aus: Die Sorge dafür, dass das zu vermittelnde Tier in ein gutes Zuhause kommt.
Es ist sehr sinnvoll, ein Tier aus dem Tierschutz zu adoptieren. Ein guter Ansprechpartner hierfür sind die lokalen Tierheime und örtlichen eingetragenen Tierschutzvereine. Dort wartet eine Vielzahl von Tieren auf ein liebevolles neues Zuhause. Die Betreuer dort können einem oft bereits viele Informationen über die Tiere geben. Sie helfen auch einzuschätzen, ob das Tier zur Lebenssituation des Interessenten passt oder nicht und können vielleicht passendere Alternativvorschläge machen.
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