Natur in NRW Nr. 4/2023

Themen dieser Ausgabe:

  • Weißstorch: Artenschutz mit Erfolg
  • Wiesenvogelschutz: Wohin mit dem Grünschnitt?
  • Waschbär: Vom niedlichen Exoten zur invasiven Art

Fachbeiträge

Weißstorchfamilie
Foto: Hans Glader

Weißstörche im Höhenflug in Nordrhein-Westfalen

Entwickelt sich Adebar von einer fast ausgestorbenen Brutvogelart zu einer „Problemart“?

Michael M. Jöbges, Birgit Beckers, Gerhard Lakmann

Die Rückkehr des Weißstorches in Nordrhein-Westfalen ist einer der größten landesweiten Artenschutzerfolge der letzten Jahrzehnte. Von drei Brutpaaren im Jahr 1991 erfolgte eine Populationszunahme auf 705 Paare im Jahr 2022 mit insgesamt 1.203 ausgeflogenen Jungvögeln. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in ganz Deutschland. Der Weißstorch hat von umfangreichen Naturschutzmaßnahmen profitiert und vom Engagement vieler Akteurinnen und Akteure. Aber auch das veränderte Zugverhalten ist Ursache für die Bestandszunahme.

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Großer Brachvogel, eine Leitart des Wiesenvogelschutzes, auf einer Naturschutzfläche
Foto: Hans Glader

Verwertung von Grünschnitt aus Flächen im Wiesenvogelschutz

Ergebnisse des LIFE Wiesenvögel NRW Workshops im Februar 2023

Thomas Starkmann, Ina Brüning, Roland Schulze Lefert, Peter Schwartze

Die extensive Bewirtschaftung von Wiesen, die aus Gründen des Natur- und Artenschutzes Nutzungsbeschränkungen unterliegen, unterscheidet sich stark von der heute zumeist intensiven Grünlandnutzung. Das Mahdgut hat eine andere Zusammensetzung und Qualität und ist für die Verfütterung beispielsweise an Milchvieh oft wenig geeignet. Für die Bewirtschaftenden stellt sich daher die Frage, wie der Grünschnitt anderweitig genutzt werden kann. Auf einem Workshop im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel NRW“ im Februar 2023 wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt und diskutiert.

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Waschbär
Foto: Frank Grawe

Der Waschbär – vom niedlichen Exoten zur invasiven Art

Aktuelle Bestandsentwicklung und Auswirkungen auf den Naturschutz

Peter Maciej, Mathias Lohr, Burkhard Beinlich, Rembert Ostermann, Frank Grawe

Der Waschbär (Procyon lotor) ist heute aus der mitteleuropäischen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. In NRW ist der Neubürger (Neozoon) bereits großflächig und teilweise in hohen Dichten vertreten. In diesem Beitrag sollen die negativen Auswirkungen des Waschbären auf die Artenvielfalt und mögliche Präventionsmaßnahmen am Beispiel des Kreises Höxter dargestellt werden. Um das Thema auf Landesebene zu beleuchten, wurde zudem eine landesweite Umfrage durchgeführt und es wurden verschiedene Meinungen von Expertinnen und Experten eingeholt.

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