Im intensiven forstlichen Monitoring wird der Bodenwasserhaushalt auf einigen Flächen zum Teil bereits seit den 1990er Jahren durch das LANUV intensiv untersucht. Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes des LANUV, des Geologischen Dienstes NRW (GD NRW) und des Landesbetriebes Wald und Holz NRW zum Aufbau eines landesweiten Bodenfeuchtemessnetzes im Wald werden seit 2020 weitere Flächen des intensiven forstlichen Umweltmonitorings mit einheitlicher Messtechnik zur Messung der Bodensaugspannung ausgestattet. Aktuelle Messwerte und Monatsberichte werden vom GD NRW veröffentlicht.
Ab dem 05.12.2024 werden nun in 15 Wäldern in NRW Bodenfeuchtedaten für das gemeinsame, landesweite Bodenfeuchtemessnetz erhoben. Mit Ausnahme von einer Station des GD NRW (Bonn-Kottenforst) handelt es sich bei allen Stationen gleichzeitig um Flächen des intensiven forstlichen Umweltmonitorings des LANUV. Der GD NRW betreibt insgesamt vier und das LANUV elf Messstationen im Wald.
Die untersuchten Wälder stellen typische Waldstandorte Nordrhein-Westfalens dar. Sie decken verschiedene Bodentypen, Bodenarten und Bodentiefen ab. Die Erhebungen erfolgen in drei bis vier Bodentiefen von 30 cm bis maximal 150 cm (Tiefland). Als Indikator für die Bodenfeuchte wird die Bodensaugspannung (angegeben in hPa oder als pF-Wert) gemessen. Sie entspricht der Saugkraft, die die Bäume aufbringen müssen, um dem Boden Wasser zu entziehen. Zusätzlich werden die Bodentemperatur und weitere meteorologische Messgrößen im Bestand erfasst.
Zur besseren Abdeckung der vielfältigen Waldstandorte in NRW wird das landesweite Bodenfeuchtemessnetz im Wald wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Ergänzend zu den Messungen im Wald betreiben der GD NRW sowie die Landwirtschaftskammer NRW Bodenfeuchtmessungen auf Acker- und Grünlandstandorten.